Hoher Photovoltaik-Zubau möglich

PV-Think Tank schlägt Maßnahmen vor, um die personellen Installationskapazitäten kurz- und mittelfristig zu erhöhen.

Aus kli­ma- und sicher­heits­po­li­ti­schen Erwä­gun­gen ist es erfor­der­lich, den Aus­bau der Pho­to­vol­ta­ik so schnell wie mög­lich zu beschleu­ni­gen. Eine oft gestell­te Fra­ge dabei ist, wie schnell ein Zubau grund­sätz­lich mög­lich ist und wel­che Zie­le auf die­ser Basis gerecht­fer­tigt sein kön­nen. Gefragt, ob in Anbe­tracht des Krie­ges in der Ukrai­ne gegen­über den regie­rungs­sei­tig anvi­sier­ten Aus­bau­zie­len eine wei­te­re Erhö­hung ange­strebt wer­den soll­te, warf der Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Habeck die fol­gen­de The­se auf: „Der Aus­bau von Wind­kraft und Pho­to­vol­ta­ik in den jetzt vor­ge­se­he­nen Grö­ßen­ord­nun­gen wird das Land ver­än­dern und for­dern. Noch mehr geht ein­fach nicht, auch schon phy­sisch. So vie­le Hän­de gibt es gar nicht, die das alles umset­zen und ver­bau­en.“ (Quel­le)

Die­se The­se will der PV-Think Tank im einen Impuls­pa­pier einordnen.

Dazu soll die Fra­ge­stel­lung beant­wor­tet werden:

Behindert der Fachkräftemangel den PV-Ausbau?

Der Blick in den Markt und ent­spre­chen­de Ana­ly­sen spre­chen dafür, dass eine dif­fe­ren­zier­te Betrach­tung nötig ist: Ein Man­gel an “Hän­den, die das Ver­bau­en” ist bei gro­ßen Frei­flä­chen- und Dach­an­la­gen nicht vor­han­den. Im Seg­ment der klei­nen Dach­an­la­gen soll­ten die Her­aus­for­de­run­gen pro­ak­tiv bes­ser ange­gan­gen wer­den. „Phy­si­sche Gren­zen“ zu anti­zi­pie­ren, die den PV-Zubau limi­tie­ren, ist der fal­sche Weg.

  • Wie hoch kann der Aus­bau der PV in den nächs­ten Jah­ren sein, wenn alle Hebel umge­legt werden?
  • Gibt es hier­für aus­rei­chen­de Instal­la­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten bei den Fachkräften?
  • Was kann getan wer­den, um die Instal­la­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten kurz- und mit­tel­fris­tig zu erhöhen?

Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen fin­den Sie im Impulspapier.

PV-TT_­Im­puls-02-Mai-2022-Pho­to­vol­ta­ik-und-Fach­kra­ef­te

Fazit

Ein schnel­ler Aus­bau der PV auf ein Niveau von über 20 GW bis zum Ende der Legis­la­tur­pe­ri­ode und
eine wei­te­re Stei­ge­rung bis zum Ende des Jahr­zehnts ist mit Blick auf „ver­füg­ba­re Hän­de“ ohne
wei­te­res möglich.

  • Im Bereich der PV-Groß­an­la­gen auf Frei­flä­chen und Hal­len­dä­chern gibt es kei­ne Fach­kräf­te­knapp­heit, da Sai­son­ar­bei­ter ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Ent­schei­dend ist hier viel­mehr, dass die Geneh­mi­gun­gen erteilt wer­den und die Markt­an­rei­ze ausreichen.
  • Bei klei­ne­ren Dächern ist hin­ge­gen durch­aus Bedarf beim Auf­bau ent­spre­chen­der Kapa­zi­tä­ten. Hier braucht es neben den zu schaf­fen­den, ver­läss­li­chen Markt­per­spek­ti­ven vor allem einen umfas­sen­den Büro­kra­tie­ab­bau, Umschu­lung und Ausbildungsinitiativen.

Von einer gene­rel­len Begren­zung des PV-Zubaus bis zum Ende des Jahr­zehnts auf­grund eines
Fach­kräf­te­man­gels aus­zu­ge­hen, wäre hin­ge­gen ein fal­sches Signal. Der aktu­el­le und auch wei­ter­hin
abseh­ba­re ech­te Fla­schen­hals sind viel­mehr Geneh­mi­gun­gen und über­kom­ple­xe För­der­re­geln.

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